Geothermie und Umweltwärme

Die Geothermie und auch die Umweltwärme sind erneuerbare Energien, auf welche man sich erlassen kann. Zudem können diese auch an nahezu jedem Standort verwendet werden. Die Umweltwärme wird aus der Umgebungsluft gewonnen, bei der Geothermie wir die Wärme des Grundwassers oder die des Erdinneren, die sich in verschiedenen Tiefen befindet, genutzt. Zahlreiche Haushalte verwenden diese Art der Wärmeversorgung. Zur Stromerzeugung tragen aber auch, wenn auch nur in niedrigem Maß, geothermische Kraftwerke bei.

Es ist für die Nutzung von Umgebungsluft, die als Wärmequelle genutzt wird, kein großer Aufwand für Umbauten notwendig. Der Luft wird Energie mittels Wärmepumpen entzogen. Diese Pumpen wandeln dann die Energie in Heizwärme um. Vergleich ist diese Technik mit dem Prozess eines Kühlschrankes, welcher die Wärme den Lebensmitteln entzieht und in dem zur Verfügung stehenden Raum verteilt.
Die Erdwärme der Geothermie wird mit Wärmepumpen aus rund 400 Meter Tiefe für die Wärmeversorgung verwendet. Wärmepumpen werden häufig auch für die Gebäudekühlung genutzt. Die ungenutzte Wärme wird in der Erde gespeichert, um diese für den Winter nutzen zu können. Derzeit werden etwa 150.000 Wohn- und Gewerbegebäude in Deutschland mit der oberflächennahen Geothermie versorgt. Der Geothermieanteil an regenerativer Wärmeversorgung liegt bei etwa 3 Prozent. Im Neubaubereich ist das Erdwärmesystem so weit verbreitet, dass der Anteil in den kommenden Jahren weiterhin zunehmen wird.

Die tiefer liegende Geothermie, das bedeutet jene, die weit unter 400 Metern liegt, wird vorwiegend für die Wärmeversorgung verwendet. In Deutschland waren im Jahr 2008 rund 130-MW-Wärmeleistung eingebaut. Nur sehr langsam kam bislang der Ausbau für die tiefe Geothermie als Stromerzeugung voran.
Zu den deutschen Bereichen, für welche die geothermische Erzeugung von Strom wirtschaftlich interessant sind, gehören die oberrheinische Tiefenebene, die norddeutsche Tiefenebene und das süddeutsche Molassegebiet.
Wenn die tief liegenden Wärmereservoires nur eine geringe oder gar keine Wasserführung ausweisen, können als Abhilfe petrolthermale Techniken genutzt werden. Die hohen Temperaturen von Gestein werden dann mit der Hilfe von Wärme leitenden Medien verwendet. In Deutschland liegt der Anteil der eingesetzten petrothermalen Systeme bei 90 Prozent und bildet damit den Hauptteil für die geothermische Stromerzeugung. Bis 2020 wird sich die Nutzung dieser erneuerbaren Energie vervielfachen und auf bis zu 600 MW steigen. Bei etwa 4 Milliarden KW wird dann die Strommenge, die erzeugt wird, betragen.
Die Stromproduktion mit der Geothermie hat sich von 2007 bis 2008 mehr als vervierfacht. Die Produktion der Wärme hat von 2,3 Milliarden kWh im Jahr 2007 lediglich auf 2,6 Milliarden kWh erhöht.


Leave a Reply